Wandergruppe Parthenaue
Unsere Wanderungen
Unter dem Motto "Am Tag des Wanderns gehen wir wandern" trafen sich 11 Wanderfreunde unserer Wandergruppe am 14. Mai 2026 in Bad Düben am Paradeplatz. Zuerst kamen wir an der alten Stadtmühle vorbei, einst ein bedeutendes Zentrum für die Getreideverarbeitung. Anschließend folgten wir dem Lauf der Mulde bis zur Friedensbrücke. Diese Brücke, die im 19. Jahrhundert erbaut, im Krieg zerstört und nach dem Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut wurde, steht als Symbol für Neuanfang und Frieden. Wir setzten unseren Weg entlang der Vereinigten Mulde Polder Löbnitz fort. Kurz vor dem Gewerbegebiet überraschte uns ein kurzer Regenschauer. Glücklicherweise fanden wir zwei Raufen, unter denen wir Schutz suchten. Nach einer kurzen Rast setzten wir unsere Wanderung fort. In Wellaune angekommen geht es vorbei am Wellauner Bruch, einem wichtigen Feuchtgebiet, und an der Kohlhaas-Eiche. Diese alte Eiche, benannt nach Michael Kohlhaas aus der Kleist-Novelle, dem Symbol für Gerechtigkeitsstreben, ist ein stiller Zeuge der Geschichte, die hier regional noch verbunden wird mit einem Rechtsstreit zwischen Gunter von Zaschnitz und dem örtlichen Pferdehändler Hans Kohlhaase. Unsere Wanderung führte nun zum Naschkauer Schafstall und weiter nach Schnaditz. Dort bewunderten wir die barocke Pfarrkirche Schnaditz aus dem 18. Jahrhundert mit ihrer beeindruckenden Fassade. Die Innenmalereien blieben uns leider verwehrt, die Kirche war verschlossen. Das Schloss Schnaditz geht ursprünglich auf eine um 1237 errichtete Wasserburg zurück, die vermutlich von Bodo und Otto von Sneuditz erbaut wurde. Später entwickelte sich die Anlage zu einem Rittergut und erhielt in der Renaissance ihre heutige Grundstruktur mit Wehrturm, Wendelstein und Gewölben. Im 18. Jahrhundert erfolgten barocke Umbauten. Bei der Bodenreform wurde der letzte private Besitzer enteignet. 2014 wurde das Schloss an eine amerikanische Investorengruppe verkauft, die umfangreiche Sanierungs- und Hotelpläne verfolgte. Da die zugesagten Investitionen jedoch ausblieben, wurde der Kaufvertrag 2018 rückabgewickelt, sodass die Stadt Bad Düben wieder Eigentümerin wurde. Der Schlosspark Schnaditz, ein englischer Landschaftsgarten, beeindruckt mit alten Bäumen und Wegen. Wir machten eine längere Mittagsrast und Petra S. nutzte die Gelegenheit, um Petra A. feierlich offiziell als neues Mitglied in unserem Verein und unserer Wandergruppe zu begrüßen. Danach wanderten wir entlang der grünen Muldeaue und Altarme der Mulde. Auf der anderen Seite sahen wir das Rote Ufer von Bad Düben. Mit von Sonne angestrahlter rötlicher Färbung hatten wir einen besonders schönen Blick darauf. Bald erreichten wir die Burg Bad Düben, eine mittelalterliche Festung aus dem 10. Jahrhundert, die einst Grenzbefestigung war und heute ein Museum beherbergt. In der Touristinformation bekamen wir einen Stempel in unser Wanderheft. Unsere Gruppe trennte sich kurz: Einige gingen in den Biergarten, andere aßen am Markt ein Eis. Wir trafen uns zur Heimfahrt wieder. Bei bestem Wetter erlebten wir eine schöne Wanderung. Ein großer Dank an Petra S. für Vorbereitung und Organisation!
Fotos unserer Wanderung
Am 23.04.2026 trafen sich 12 Mitglieder unserer Wandergruppe und 3 Gäste um 9.37 Uhr (Ankunftszeit der S3) am Bahnhof Neukirchen-Wyhra. Zunächst nahm Petra Spengler als Vertreterin des Vereinsvorstand unsere neue Wanderfreundin Helga in den ALWV und unsere Wandergruppe auf. Dann ging es bei herrlichem Frühlingswetter und blühenden Bäumen direkt in die Natur, zunächst an den Harthsee, der aus dem Tagebau Borna-Ost hervorgegangen ist. Ein schöner Weg führte am See entlang nach Schönau, wo wir auf einem aus Abraum aufgeschütteten Hügel die aus dem abgebaggerten Breunsdorf nach hier umgesetzte Windmühle bewundern konnten. Bänke luden zu einer ersten Pause ein. Weiter ging es parallel zum Südufer des Harald-Krug-Sees, der nach einem verdienten Natur-Aktivisten benannt wurde. Er hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die ganze Gegend um diesen See, den Bockwitzer See und die sogenannte Hauptwasserhaltung in ein 545 ha großes Naturschutzgebiet umgewandelt wurde, das von alten, vom Aussterben bedrohten Tierrassen beweidet wird. Nordöstlich des Harald-Krug-Sees konnte man durch Beobachtungsschlitze in einer Holzwand einen Blick auf den See werfen, und ein Stückchen weiter gab es einen schönen Rastplatz mit Blick auf den Bockwitzer See. Dort war Mittagspause mit Verpflegung aus dem Rucksack. Gestärkt ging es dann parallel zum Nordufer des Harald-Krug-Sees Richtung Zedtlitz. Dabei sahen wir auch eine Herde der polnischen Konik-Pferde. Und am Ende des Wegs hatten wir nochmal einen Blick auf den See. Petra führte uns nun nicht auf dem Radweg, sondern auf einem romantischen Pfad durch den Wald nach Zedtlitz. Nach Überquerung der A 72 kamen wir in den Ort, wo wir die Schlossmühle und das Rittergut aufsuchten. Gleich hinter der Mühle gab es einen besonderen Weg Richtung Borna, bei dem Betonzaunsäulen mit verschiedener Keramik ummantelt sind. Außerdem sind am Weg eine Stempelstelle des Jakobswegs und eine "Lesebank" mit einer Plastikkiste voller Bücher daneben. Am Ende des Wegs kommt man ins freie Land. Über sattgrüne Wiesen erreichten wir schnell den größeren der Kühteiche in Borna, wo Bänke zu einer letzten Rast einluden. In einer Viertelstunde waren wir dann von dort am Bahnhof Borna, wo die Möglichkeit zur Einkehr in einem vietnamesischen Restaurant bestand. 6 Wanderfreundinnen ließen diese Gelegenheit aus und fuhren gleich nach Hause, die anderen kehrten ein stärkten sich noch einmal für die Heimfahrt. Es war ein wunderschöner Wandertag in weitestgehend unbekannter Gegend. Wir danken Petra und Kurt für Idee, Vorwandern und gute Wanderleitung!
Fotos unserer Wanderung
Mit großen Erwartungen auf eine interessante Wanderung trafen sich 14 Mitglieder unserer Wandergruppe und eine Gästin am Bahnhof Markkleeberg/ Nord. Auf dem Plan standen die Rittergüter, Parks und Schlösser Markkleebergs. Die Stadt wirbt mit 7, wir haben heute 5 davon besucht. Unsere Markkleeberger Wanderfreunde Carmen und Ulf haben diese Wanderung vorbereitet und erwarteten uns schon. Aber bevor es richtig losging, wurde es erst einmal feierlich. Vom Vorstand war Burkhard Alisch extra gekommen, um Christiane als neues Mitglied in unserem Verein willkommen zu heißen. Danach setzten wir uns in Marsch. Erste Station war das Rittergut Raschwitz. Das alte Herrenhaus ist nicht mehr zu erkennen. Heute befinden sich darin Eigentumswohnungen. Die zweite Station erwartete uns unweit: Parkschloss im Agra-Park, einst für 6 Millionen DDR-Mark errichtet, und das wesentlich ältere Weisse Haus (1896/97) im Herfurthschen Park (25ha). Natürlich erzählte uns Ulf an allen Stationen etwas über die früheren Besitzer, die Architekten, die Geschichte der Gebäude. Das würde aber hier den Rahmen sprengen. Nachdem wir Mühlpleiße und Kleine Pleiße überschritten hatten, kamen wir am Schlachtfeld von 1813 vorbei und erreichten kurz Zeit später das Rittergut und Herrenhaus Markkleeberg. Links vom Torhaus steht die nach wechselvoller Geschichte nun barocke Auenkirche. Während der Völkerschlacht tobten am Torhaus blutige Stellungskämpfe. Weiter führte unser Weg nun entlang des Markkleeberger Sees, wo wir eine Rast einlegten. Hier klärte uns Ute zur dortigen Skulptur auf. Penelope hält Ausschau über den See nach Neptun. Dieser steht auf der Störmthaler Seite. Beide Skulpturen stammen aus dem Projekt "Begegnungen am See". Nun ging's parallel der B2 nach Gaschwitz. Zuerst an der Centralhalle Gaschwitz (heute Radlerhof), dann am Bahnhof vorbei zum Rittergut Gaschwitz. Auch das Gut hat eine wechselvolle Geschichte und wartet heute darauf, dass es wieder zum Leben erweckt wird. Die Orangerie ist schön hergerichtet und wird heute als Kulturzentrum genutzt. Der Weg ging weiter zum Cossi und nach Zöbigker, wo wir im Pier 1 unsere Mittagsrast einlegten. Für alle war etwas dabei, und gut gestärkt starteten wir zur letzten Etappe unserer Tour. Am Rittergut Zöbigker ein kurzer Halt, darin befinden sich heute ebenfalls Eigentumswohnungen. Ulf zeigte uns noch in der Mehringstraße und Charlottenstraße interessante Villen und erzählte über ehemalige Besitzer und Architekten. Zum Schluss kamen wir noch zum Rittergut Gautzsch/Kees’scher Park. Am Kees’schen Park aßen wir noch ein Eis, bevor es zum S-Bf Markkleeberg Mitte ging. An dieser Stelle sagen wir Danke an Ulf und Carmen für diese umfangreiche und interessante Wanderung.
Fotos unserer Wanderung
Am 12.03.2026 fuhren 15 Mitglieder unserer Wandergruppe und 4 Gästinnen mit Teilauto und Privat-Pkws nach Schönewerda, wo wir uns um 10 Uhr auf dem Parkplatz am Friedhof trafen. Petra hatte vorgewandert und führte uns, zunächst aus Schönewerda hinaus zum Märzenbechertal. Die Märzenbecher standen in voller Blüte und haben die weite Fahrt gelohnt. Eine solche Menge und in so schöner Landschaft haben wir im Auewald dann doch nicht. Sie wachsen dort sogar die Berge hinauf. Am Ende des Tals stieg der Weg dann an hinauf zum kleinen Ort Landgrafroda, wo uns in der Bäckerei Klose ein Mittagsimbiss erwartete. Knackige Bockwürste aus der benachbarten Fleischerei und leckere Kuchen aller Art erfreuten uns sehr. Diese Einkehr können wir sehr empfehlen. Unser Wanderfreund Manfred hatte organisiert, dass uns die Kirche geöffnet wird und trug uns dazu auch vor, was wichtig zu wissen war. Nach der Besichtigung ging es dann über hügelige Felder in einem Bogen zurück nach Schönewerda, wo wir ebenfalls die Kirche anschauen konnten. Eine nette Dame aus der Gemeinde erzählte uns viel Wissenswertes über Ort und Kirche. Es war dann schon 16.30 Uhr, als wir wieder in die Autos stiegen und die Heimfahrt antraten. Es war eine schöne Wanderung bei herrlichem Frühlingswetter, und wir danken Petra, Kurt und Manfred für Idee, Vorbereitung und Organisation.
Fotos unserer Wanderung
Am 19.02.2026 trafen sich 15 Mitglieder unserer Wandergruppe und 3 Gästinnen um 10.06 Uhr (= Ankunftszeit der RB 22) am Bf. Leipzig-Knauthain, um weiter auf dem "roten Strich" zu wandern, diesmal von Knauthain nach Miltitz. Es war etwas unter 0°C und der Boden dadurch zum Glück noch gefroren. Am Berufsbildungswerk mit zwei Kunstwerken davor und an der Turmholländer-Windmühle vorbei führte uns Petra aus Knautkleeberg-Knauthain hinaus. Der Weg ging durch ein Wäldchen, das eigentlich eine breite Allee auf dem ansonsten kahlen Land war. An der nächsten Wegbiegung hatten wir einen Blick auf Rehbach mit seiner markanten Kirche und kamen dann an den Ortsrand von Kitzen, wo Petra im Hofladen der Agrargenossenschaft Kitzen eG, direkt neben dem Gläsernen Kuhstall, eine Mittagseinkehr für uns vereinbart hatte. Es gab 2 verschiedene Suppen, Bockwurst mit Brötchen, leckere Kuchen und eine große Getränkeauswahl, alles preiswert und schmackhaft. Und dank Selbstbedienung ging es ziemlich schnell. Der Hofladen hatte auch viele andere regionale Produkte, sodass einige sogar einen kleinen Einkauf tätigten. Sehr zu empfehlen auch für andere Wandergruppen! Von Kitzen führte uns der Weg nach und durch Göhrenz, das dann direkt an den Kulkwitzer See grenzt. Zwei Bänke am See luden nochmal zu einem Bedarfshalt ein. Dann gingen wir am Seeufer entlang, inzwischen sogar mit einigen blauen Stellen am Himmel, bis zur Endstelle "Miltitz" der Straßenbahnlinie 15, wo sich die größere Hälfte der Gruppe verabschiedete und heimfuhr. Zu acht wanderten wir noch weiter bis zum Bf Miltitz, wobei wir auch schon sehen konnten, wo der rote Strich zur nächsten Etappe entlang führt. Mit der pünktlich eintreffenden S6 fuhren dann auch wir zurück nach Leipzig. Wir danken Petra, Siegi und Juritta fürs Vorwandern und Petra für die Organisation der angenehmen Mittagseinkehr!
Fotos unserer Wanderung
Am 08.01.2026 trafen sich 17 Mitglieder unserer Wandergruppe und 3 Gästinnen am S-Bahn-Hp Markkleeberg Nord, um die Etappe Markkleeberg - Knauthain auf der mit dem roten Strich gekennzeichneten Wanderroute zu absolvieren. Die eigentlich "fällige" Etappe vom Monarchenhügel nach Markkleeberg mussten wir erst einmal auslassen, weil der Weg teilweise gesperrt ist. Unter Petras bewährter Führung wanderten wir bei frostiger Temperatur und einer hauchdünnen Schicht Neuschnee zunächst über Wolfswinkel und Equipagenweg zum Lauersee. Der war zugefroren bis auf eine rautenförmige Fläche, auf der sich zahlreiche Enten tummelten. Wie mag wohl eine solche Fläche entstehen? An der Schleuse Cospuden vorbei gelangten wir zum Cospudener See, an dem wir auf dem Bohlenweg entlang gingen. Auch bei dieser Kälte gab es Menschen, die im See badeten! An der Stelle, wo wir wieder vom See abbiegen mussten, hielten wir auf dem Freisitz eines Kioskes unsere Mittagsrast. Sehr lange hielten wir es dort nicht aus, denn vom See herüberwehende Luft ließ uns etwas frieren. Wir tauchten wieder in den Auewald ein, wo allmählich die Sonne durchbrach. Als sie da war, wurde es gleich viel wärmer. An der Weißen Elster entlang und am ehemaligen Fortunabad vorbei kamen wir nach Knauthain. Über die schöne alte Brücke in der Ritter-Pflugk-Straße erreichten wir den Schlosspark mit dem Schloss und dem Rittergut. Wir mussten feststellen, dass im Schloss nicht mehr die IT-Firma beheimatet ist, die es 2005 gekauft und den Park so schön instand gesetzt hatte, sondern dass es jetzt privat genutzt wird. Aber wenigstens ist der Park weiterhin zugänglich. Die Hoffnungskirche Knauthain war verschlossen wie immer, und so waren wir dann ziemlich schnell an der Endhaltestelle der Linie 3 in Knautkleeberg, von der uns der SEV in die Stadt zurückbrachte. Wir danken Petra und Kurt für Vorbereitung, Vorwanderung und Organisation und freuen uns schon auf die nächste Wanderung!