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WG Rosental

Bei öffentlichen Wanderungen zeigte sich großes Interesse bei Teilnehmern, mit anderen Wanderfreunden gemeinsam unterwegs zu sein. Deshalb wurde die neue Wandergruppe „Rosental“ des ALWV im Januar 2024 gegründet. Zurzeit ist die Wandergruppe auf 23 Mitglieder angewachsen. Wir treffen uns monatlich zu mindestens einer Gruppenwandertour, die Streckenlängen liegen zwischen ca. 15 und 18 km mit unterschiedlichen Höhenmetern. Weiterhin gibt es einmal in zwei Monaten einen Gruppentreff, derzeit in der Gaststätte „Seilbahn“ im gleichnamigen Kleingartenverein in der Max-Liebermann-Str. 91-93. Dort besprechen wir die aktuellen Vorhaben und sitzen dann noch gemütlich zusammen. Aber auch kulturelle und kulturhistorische Maßnahmen hat die Gruppe mit in die Planung aufgenommen, denn wichtig ist uns auch der soziale Kontakt, um neu hinzugewonnene Freizeit zu nutzen oder auch um ein Alleinsein zu vermeiden.

Natürlich können die Mitglieder der Gruppe auch an den öffentlichen und den vereinsinternen Wanderungen sowie an Höhepunkten der Verbände teilnehmen. Gruppenleiter und Ansprechpartner ist der Wanderfreund Dieter Lommatzsch.

Unsere Wanderungen

9. Markkleeberger Orgelwanderung

Am 19. August 2026 fand die 9. Markkleeberger Orgelwanderung vom Verein Leipziger Wanderer e.V. statt.

In diesem Jahr starteten insgesamt 78 Wanderfreunde, davon 9 Mitglieder unserer Gruppe, zur Wanderung zur Zöbigker Fahrradkirche unter der Leitung vom Wanderfreund Wulf Nestler der Gruppe „Neue Harth“. Die etwas andere Art der Wanderung begann am S-Bahnhof Markkleeberg-Großstädteln und führte über die Neue Harth, entlang der Südspitze Cospudener See bis zur Fahrrad- / Pilger- und Lichtkirche Zöbigker.

Die Kirche wurde 1726 erbaut und brannte 1942 fast komplett, samt Orgel, durch einen Schwelbrand im Orgelmotor ab. Am Rande des Tagebaus Cospuden gelegen, fehlte bis 1990 Geld und Sinn für eine Sanierung. Nach langer Zeit als Ruine ist sie jetzt mit Beginn in 2006 wieder restauriert, mit originalen Steinwänden und einer eigenwilligen Dachkonstruktion unter Einbeziehung der originalen verbliebenen Bausubstanz. Die Kirche wird seit dem als „Ort der Begegnung, der Besinnung, des Auftankens und der Kommunikation“ und eben auch für Konzerte, genutzt.

Das einstündige Orgelkonzert war in diesem Jahr ein ganz besonderes. Der Organist wurde von einem weiteren Musiker aus dem mdr-Sinfonieorchester mit Horn, Alphorn und sogar mit Dudelsack begleitet. Auf dem Programm standen neben originalen Orgelstücken auch Werke von Marcello, Bartoš, Purcell und Gunsenheimer, die letzteren alle für die Orgel und Horn bzw. Alphorn und Dudelsack adaptiert.

Nach der Verabschiedung durch die Pfarrerin Bickhardt-Schulz wurde der Rückweg nach Leipzig von den Teilnehmern selbständig organisiert und der schöne Tag zum Teil mit einer Einkehr beendet.

Fotos unserer Wanderung

Die Gruppenwanderung am 16. August 2026 nach Bad Kösen

Ausnahmsweise fand unsere Gruppenwanderung im Monat August an einem Sonntag statt. Trotz der noch immer anhaltenden Hitzewelle in diesem Jahr machten sich 10 Wanderfreunde und ein Gast auf den Weg. Die Anfahrt mit ÖPNV war sogar fast pünktlich. Von Leipzig fuhren wir direkt nach Bad Kösen.

Bei diesem Mal wurde nicht nur gewandert, es wurden auch am Weg liegende Sehenswürdigkeiten beachtet und besucht. 

Als Erstes besichtigten wir die Burg Saaleck. Sie wurde um 1050 als Grenzburg erbaut, diente anfänglich dem Schutz des Handels, denn unter der Burg führte eine wichtige Handelsstraße entlang. Ab 1912 wurde die Ruine vom Schriftsteller Hand-Wilhelm Stein und seiner Ehefrau gepachtet. Sie begannen mit einer der letzten Renovierungen der Burg. Durch Einziehung einer Betondecke wurde der Westturm zu einer Aussichtsplattform. Heute kümmert sich ein ehrenamtlicher Förderverein um die Burg. 

Nach einer Mittagspause unter einem schattigen Baum nutzten einige Wanderfreunde die Gelegenheit zu einer Turmbesichtigung auf der Burg Saaleck. Am Eingang gab es noch einen Stempel in unsere Wanderstartbücher. 

Die nächste Sehenswürdigkeit war die Rudelsburg. Diese wurde im Jahr 1171 erstmalig urkundlich erwähnt. In den Jahren 1991/92 wurde sie umfassend saniert, so dass heute durch die Pächter ganzjährig Gäste begrüßt und bewirtet werden können. In historischem Ambiente werden kulinarische Spezialitäten der Region und dazu passende Weine aus dem Saale-Unstrut Anbaugebiet angeboten. Ein besonderes Erlebnis mit viel Spaß ist ein „Mahl an der Rittertafel“. 

Wir nutzten dort eine kurze Verschnaufpause, um uns mit kühlen Getränken bewirten zu lassen.

Der weitere Weg führte nach Bad Kösen. Am dortigen historischen Gradierwerk gingen wir nur kurz vorbei, denn im Café Schoppe waren für uns Plätze reserviert, was bei diesem schönen Sommerwetter auch notwendig war, wie die vollen Tische im und vor dem Café zeigten. Im Café standen dann viele leckere Eiskreationen zur Auswahl und ein großes Kuchen- und Tortenbüfett zur Verfügung, aus denen wir uns reichlich bedienten. 

Nach einer guten Stunde mit köstlichem Genuss beendeten wir den Wandertag am Bahnhof von Bad Kösen mit der Fahrt zurück nach Leipzig.

Fotos unserer Wanderung

Abschluss unserer Pilgertour im Naumburger Dom

Am 30. Juli 2026 beendeten wir unsere Acht-Etappenwanderung, dieses Mal mit 9 Wanderfreunden auf dem Ökumenischen Pilgerweg mit einem Besuch des Naumburger Doms.

Beim dritten Anlauf in der Stadt Naumburg (entweder war der Wandertag verregnet oder wir entschieden uns, andere kulturelle Möglichkeiten zu besuchen) besuchten wir den Dom und nahmen an einer Führung im UNESCO-Welterbe Dom teil. Diese gut einstündige Führung mit einem sehr versierten Mitarbeiter durch den Dom, der seit Juli 2018 zum UNESCO-Kulturerbe zählt war auch kultur- und kunsthistorisch sehr informativ. Ein namentlich unbekannter Meister (der „Naumburger Meister“) schuf in nur 6 Jahren u.a. den Westlettner mit seinem steinernen Passionsrelief sowie die zwölf lebensgroßen Stifterfiguren im Westchor. Die Stifterfiguren stellen Menschen des 13. Jahrhunderts dar. Beeindruckend sind an den Aufstiegen zum Ostchor die Handläufe „Der schmale Pfad“ und auf der anderen Seite „Franziskus und die Tiere“. Beide Handläufe stammen aus der Neuzeit. 

Im Anschluss an die Führung konnte jeder noch einmal durch den Dom schlendern, das Bauwerk bewundern und Fotos machen. Im ca. 1 ha großen Domgarten, zum Teil im Schatten, konnte man durch die Parkanlage mit zwei Teichen, vielen Skulpturenköpfen, Weinreben und anderen Pflanzen zwischen den historischen Mauern spazieren.

Danach entschieden wir uns gleich am Dom zu einer Mittagspause einzukehren. Abschließend genossen wir direkt neben dem Restaurant noch ein leckeres „DDR“-Softeis.

Zu Fuß ging es zurück zum Bahnhof, dieses Mal fuhren die Züge auf der Hin- und Rückfahrt fast pünktlich los.

Danke an alle Teilnehmer, die sich am heißesten Tag in dieser Sommerwoche mit uns auf den Weg gemacht hatten.

Fotos unserer Wanderung

Gruppenkultur-Tour Naumburg, 20. Juni 2026

Als „offiziellen“ Abschluss unserer acht Etappenwanderungen auf dem ökumenischen Pilgerweg in den Jahren 2024 bis 2026 organisierten wir einen eintägigen Gruppenausflug nach Naumburg.

Schwerpunkt war dabei die kulturellen Möglichkeiten in Naumburg zu nutzen.

Unter leicht abenteuerlichen Reisebedingungen – auf der Hauptstrecke von Leipzig nach Naumburg besteht Schienenersatzverkehr, ebenso auf der möglichen Ersatzstrecke über Halle – erreichten wir fast zum geplanten Zeitpunkt die Stadt Naumburg, die uns mit einem Regenschauer begrüßte. Wir hatten aber sowieso geplant mit der historischen Straßenbahn der Linie 4 in Naumburg in die Innenstadt zu fahren. Am Salztor angekommen war dann der Regen vorüber.

Als ersten Höhepunkt besuchten wir die Stadtkirche St. Wenzel und bestiegen fast alle den Turm der Kirche mit in Summe 242 Stufen steinerne Wendeltreppe und abschließend Holzstufen in der Turmspitze. Von oben hatte man einen sehr schönen Überblick über die Stadt einschließlich des Naumburger Doms.

Wieder auf dem Boden der Stadt besuchten wir ein Orgelkonzert in der Stadtkirche unter dem Motto „Orgel punkt Zwölf“. Hier stellen u.a. junge Talente ihr Können an der Hildebrandt-Orgel in der Kirche unter Beweis. Diese Orgel ist 1746 nach dem Aufbau von J. S. Bach und G. Silbermann abgenommen worden. Bei unserem Besuch wurde das Orgelkonzert von einer jungen koreanischen Künstlerin, Ahreum Kim (geb. 2001 in Seoul), vorgetragen. Es erklang sehr beeindruckende Musik von Buxtehude bis Bach.

Im Anschluss entschlossen wir uns spontan zu einem Imbiss in einem kleinen Bistro „Café und Weinbar Friedrich“ in der Fußgängerzone Naumburgs. 

Danach stand der Dom auf dem Programm. Eine intensive Besichtigung des Doms von innen haben wir aus zeitlichen Gründen nicht durchgeführt, die heben wir uns für einen gesonderten Termin auf. Dafür gab es in der Nähe des Doms die Möglichkeit, ein inzwischen historisches Softeis wie zu DDR-Zeiten zu sich zu nehmen, was wir ausgiebig taten. Dennoch ist auch der Dom von außen imposant, vor allem wenn man bedenkt, dass vor mehr als 480 Jahren Nikolaus von Amsdorf im Dom am 20. Januar 1542 als erster evangelischer Bischof in Naumburg durch Martin Luther eingeführt wurde.

Unsere anschließende Rückfahrt fand zwar pünktlich, aber wegen des SEV mit Zwischensprint in Weißenfels zum Bus statt, so dass wir wie geplant gegen 17:00 Uhr den Ausflug in Leipzig beenden konnten.

Fotos unserer Wanderung

Gruppenwanderung am 16. Mai 2026

Unsere monatliche Gruppenwanderung im Mai wurde wieder von Monika und Burkhard organisiert. Die geplante Region war dieses Mal die Dölauer Heide in der Nähe von Halle-Neustadt. 

In Halle-Neustadt waren noch unsanierte Reste der ehemals beliebten Wohnhochhäuser zu sehen. Wie es scheint, werden aber einige der Bauten saniert und wieder genutzt.

In der Dölauer Heide erreichten wir den Aussichtspunkt Kolkturm, zusammen mit einer Gruppe, die mit Lamas auf einem Spaziergang unterwegs waren. So direkt neben den Tieren zu laufen war schon ein seltsames Gefühl.

Nach dem steilen Abstieg vom Kolkturmberg befanden wir uns auf einem „Kunstweg“. Wir haben einige der insgesamt 10 Holzfiguren des Bildhauers Jewgenij Sidorkin ansehen können. Die Figuren sind alle ca. 2 m groß und werten seit April 2013 die Dölauer Heide auf. Sie entstanden im Rahmen des Projekts „Bäume erleben Geschichte – Bäume erzählen Geschichte“. Jede dieser Figuren ist einer Sage nachempfunden.

Nach einer abschließenden Runde um den Heidesee erreichten wir nach 12 km den Bahnhof Halle-Nietleben und traten unsere Rückfahrt nach Leipzig an.

Fotos unserer Wanderung

Vereinswandertag Mai 2026

Der Vereinswandertag in diesem Jahr wurde, wie bereits im letzten Jahr, durch die Wandergruppe GrünAuer Wanderfreunde am 9. Mai 2026 in den „Hohen Fläming“ rund um Bad Belzig vorbereitet und durchgeführt.

Insgesamt absolvierten 58 Wanderfreunde drei unterschiedlich lange Strecken, zur Auswahl standen 10 bis 32 Kilometer.

Nach einer pünktlichen Anreise mit der Bahn begann dieser Wandertag am Bahnhof in Bad Belzig. Begrüßt wurden alle Teilnehmer durch den Vereinsvorsitzenden Dieter Lommatzsch. 

Die Touren führten alle vom Bahnhof zum Ziel, der Burg Eisenhardt. Eine sehr schöne Wanderstrecke durch die weite und offene Landschaft des Fläming im südwestlichen Brandenburg lag vor uns. Nach kurzer organisatorischer Phase starteten die Teilnehmer unserer Gruppe auf die Tour.

Perfekt organisiert war das Essen auf der Burg Eisenhardt. Es war sehr schmackhaft und wir hatten eine sehr freundliche Bedienung.

Ein gelungener Vereinswandertag, auch wenn die Beteiligung in diesem Jahr nicht so stark war. Dank an die durchführenden Wanderleiter Frank Merbitz und Hans Dieter Oschmann sowie den Mitorganisator Wolfgang Rockmann.

Fotos vom Vereinswandertag