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WG Rosental

Bei öffentlichen Wanderungen im vergangenen Jahr zeigte sich eine große Nachfrage von Interessenten, mit anderen Wanderfreunden gemeinsam unterwegs zu sein. Das Interesse wurde mit jeder Schnupperwanderung größer, so dass es sinnvoll und möglich wurde, eine neue Wandergruppe zu gründen. Am 9. Januar 2024 war es dann soweit:  Die neue Wandergruppe „Rosental“ des ALWV mit 19 neuen und „alten“ Wanderfreunden wurde gegründet. Künftig werden wir uns monatlich zu mindestens einer Wandertour treffen. Die Touren werden Strecken von 16 - 18 km umfassen. Weiterhin gibt es einmal in zwei  Monaten einen Gruppentreff, derzeit in der Gaststätte "Seilbahn" im gleichnamigen Kleingartenverein in der Max-Liebermann-Str. 91-93. Dort besprechen wir die aktuellen Vorhaben und sitzen dann noch gemütlich zusammen. Natürlich wird die Gruppe auch an den öffentlichen und Vereinswanderungen und an Höhepunkten der Verbände teilnehmen. Gruppenleiter und Ansprechpartner ist der Wanderfrd. Dieter Lommatzsch.

Unsere Wanderungen

Gruppenkultur-Tour Naumburg, 20. Juni 2026

Als „offiziellen“ Abschluss unserer acht Etappenwanderungen auf dem ökumenischen Pilgerweg in den Jahren 2024 bis 2026 organisierten wir einen eintägigen Gruppenausflug nach Naumburg.

Schwerpunkt war dabei die kulturellen Möglichkeiten in Naumburg zu nutzen.

Unter leicht abenteuerlichen Reisebedingungen – auf der Hauptstrecke von Leipzig nach Naumburg besteht Schienenersatzverkehr, ebenso auf der möglichen Ersatzstrecke über Halle – erreichten wir fast zum geplanten Zeitpunkt die Stadt Naumburg, die uns mit einem Regenschauer begrüßte. Wir hatten aber sowieso geplant mit der historischen Straßenbahn der Linie 4 in Naumburg in die Innenstadt zu fahren. Am Salztor angekommen war dann der Regen vorüber.

Als ersten Höhepunkt besuchten wir die Stadtkirche St. Wenzel und bestiegen fast alle den Turm der Kirche mit in Summe 242 Stufen steinerne Wendeltreppe und abschließend Holzstufen in der Turmspitze. Von oben hatte man einen sehr schönen Überblick über die Stadt einschließlich des Naumburger Doms.

Wieder auf dem Boden der Stadt besuchten wir ein Orgelkonzert in der Stadtkirche unter dem Motto „Orgel punkt Zwölf“. Hier stellen u.a. junge Talente ihr Können an der Hildebrandt-Orgel in der Kirche unter Beweis. Diese Orgel ist 1746 nach dem Aufbau von J. S. Bach und G. Silbermann abgenommen worden. Bei unserem Besuch wurde das Orgelkonzert von einer jungen koreanischen Künstlerin, Ahreum Kim (geb. 2001 in Seoul), vorgetragen. Es erklang sehr beeindruckende Musik von Buxtehude bis Bach.

Im Anschluss entschlossen wir uns spontan zu einem Imbiss in einem kleinen Bistro „Café und Weinbar Friedrich“ in der Fußgängerzone Naumburgs. 

Danach stand der Dom auf dem Programm. Eine intensive Besichtigung des Doms von innen haben wir aus zeitlichen Gründen nicht durchgeführt, die heben wir uns für einen gesonderten Termin auf. Dafür gab es in der Nähe des Doms die Möglichkeit, ein inzwischen historisches Softeis wie zu DDR-Zeiten zu sich zu nehmen, was wir ausgiebig taten. Dennoch ist auch der Dom von außen imposant, vor allem wenn man bedenkt, dass vor mehr als 480 Jahren Nikolaus von Amsdorf im Dom am 20. Januar 1542 als erster evangelischer Bischof in Naumburg durch Martin Luther eingeführt wurde.

Unsere anschließende Rückfahrt fand zwar pünktlich, aber wegen des SEV mit Zwischensprint in Weißenfels zum Bus statt, so dass wir wie geplant gegen 17:00 Uhr den Ausflug in Leipzig beenden konnten.

Fotos unserer Wanderung

Gruppenwanderung am 16. Mai 2026

Unsere monatliche Gruppenwanderung im Mai wurde wieder von Monika und Burkhard organisiert. Die geplante Region war dieses Mal die Dölauer Heide in der Nähe von Halle-Neustadt. 

In Halle-Neustadt waren noch unsanierte Reste der ehemals beliebten Wohnhochhäuser zu sehen. Wie es scheint, werden aber einige der Bauten saniert und wieder genutzt.

In der Dölauer Heide erreichten wir den Aussichtspunkt Kolkturm, zusammen mit einer Gruppe, die mit Lamas auf einem Spaziergang unterwegs waren. So direkt neben den Tieren zu laufen war schon ein seltsames Gefühl.

Nach dem steilen Abstieg vom Kolkturmberg befanden wir uns auf einem „Kunstweg“. Wir haben einige der insgesamt 10 Holzfiguren des Bildhauers Jewgenij Sidorkin ansehen können. Die Figuren sind alle ca. 2 m groß und werten seit April 2013 die Dölauer Heide auf. Sie entstanden im Rahmen des Projekts „Bäume erleben Geschichte – Bäume erzählen Geschichte“. Jede dieser Figuren ist einer Sage nachempfunden.

Nach einer abschließenden Runde um den Heidesee erreichten wir nach 12 km den Bahnhof Halle-Nietleben und traten unsere Rückfahrt nach Leipzig an.

Fotos unserer Wanderung

Vereinswandertag Mai 2026

Der Vereinswandertag in diesem Jahr wurde, wie bereits im letzten Jahr, durch die Wandergruppe GrünAuer Wanderfreunde am 9. Mai 2026 in den „Hohen Fläming“ rund um Bad Belzig vorbereitet und durchgeführt.

Insgesamt absolvierten 58 Wanderfreunde drei unterschiedlich lange Strecken, zur Auswahl standen 10 bis 32 Kilometer.

Nach einer pünktlichen Anreise mit der Bahn begann dieser Wandertag am Bahnhof in Bad Belzig. Begrüßt wurden alle Teilnehmer durch den Vereinsvorsitzenden Dieter Lommatzsch. 

Die Touren führten alle vom Bahnhof zum Ziel, der Burg Eisenhardt. Eine sehr schöne Wanderstrecke durch die weite und offene Landschaft des Fläming im südwestlichen Brandenburg lag vor uns. Nach kurzer organisatorischer Phase starteten die Teilnehmer unserer Gruppe auf die Tour.

Perfekt organisiert war das Essen auf der Burg Eisenhardt. Es war sehr schmackhaft und wir hatten eine sehr freundliche Bedienung.

Ein gelungener Vereinswandertag, auch wenn die Beteiligung in diesem Jahr nicht so stark war. Dank an die durchführenden Wanderleiter Frank Merbitz und Hans Dieter Oschmann sowie den Mitorganisator Wolfgang Rockmann.

Fotos vom Vereinswandertag

Baumpflanzaktion am 15. April 2026

Unter dem Motto „Gemeinsam für einen gesunden Wald in Sachsen“ fand auch in diesem Jahr mit der Stiftung Wald in Sachsen unsere diesjährige Baumpflanzaktion statt. 

Der Vereinsvorstand hatte angeregt, dass 1000 Bäume unter der Obhut der Stiftungsmitarbeiter gepflanzt werden sollen. Ausersehen und vorbereitet dafür war eine Fläche in Markranstädt, an der Schafwiese in der Nähe vom Westufer des Kulkwitzer Sees. 

Unsere Wandergruppe war in mit 12 beteiligten Wanderfreunden die zweitstärkste Gruppe aus unserem Verein. Um die Aktion auch mit einer Wanderung zu verbinden, starteten wir am Bahnhof Großlehna zu dem geplanten Standort der Pflanzung. Dort begannen wir nach entsprechender Einweisung mit der doch ungewohnten Arbeit des Bäumepflanzens. Ungefähr 1,5 Std. später war der Großteil der Baumsetzlinge durch die insgesamt 47 Wanderfreunde unseres Vereins und einiger Gäste im Boden. 

Zur Belohnung bekam jeder Beteiligte die Möglichkeit einen kleinen Imbiss in Form einer oder auch von zwei Bratwürsten zu sich zu nehmen. Nach der Pause ging es auf die letzte Etappe der Wanderung bis zur Tram nach Grünau-Lausen.

Damit endete ein zwar anstrengender, aber für die Natur und unsere Nachfahren nützlicher Wandertag für uns.

Die Bürgermeisterin von Markranstädt war beim Beginn der Pflanzaktion auch mit vor Ort und bedankte sich im Nachhinein noch einmal bei uns für die Baumpflanzaktion.

„Die Baumpflanzaktion am vergangenen Mittwoch war ein beeindruckendes Beispiel für interkommunales Engagement und nachhaltigen Naturschutz. Dass der Allgemeine Leipziger Wanderverein e.V. als Organisator hierbei über 47 Teilnehmer aus Leipzig, Delitzsch und Eilenburg mobilisieren konnte, um gemeinsam fast 1000 Stecklinge in den Boden zu bringen, ist eine großartige Leistung. Vielen Dank für Ihre Unterstützung für den Erhalt unseres schönen Pappelwaldes. Aktionen wie diese zeigen, wie wertvoll die Kooperation sind, um unsere Umwelt aktiv zu gestalten. Ich danke allen Beteiligten herzlich für ihren tatkräftigen Einsatz.

Mit freundlichen Grüßen

Nadine Stitterich

Bürgermeisterin

Stadt Markranstädt“

Fotos der Baumpflanzaktion

Gruppenwanderung im April 2026

Am 11. April 2026 nahmen wir an der 42. Döbelner Frühlingswanderung „Sachsen-Dreier“ in Döbeln/Waldheim teil. Für unsere Gruppenwanderung hatten wir uns für zwei verschieden lange Strecken entschieden. Eine ganz kleine Gruppe (bedingt durch kurzfristige Absagen) mit zwei Wanderfreunden für die 8 km (Sauergras Runde) und 11 Rosentaler mit einem Gast für insgesamt 18 km (Burg Kriebstein Runde) mit 400 Höhenmetern.

Bei herrlich sonnigem Wetter ging es nach der ersten Anstehschlange (für die Anmeldung) auf die Strecke. Wegen der hohen Zahl an beteiligten Wanderern gab es auf der Strecke an Engstellen mehrfach die Notwendigkeit des Anstehens für die Passage zum Weiterkommen.

Die Verpflegung war auf mehrere Stellen der unterschiedlich langen Strecken gut organisiert, aber auch hier wegen der großen Teilnehmerzahl mit Stress für die Ausführenden verbunden.

Am Ende der Wanderung erhielten noch alle Mitgewanderten eine hübsch gestaltete Teilnahmeurkunde.

In diesem Jahr wurde der bisherige Teilnehmerrekord für die gesamte Veranstaltung überboten: 2016 waren es 3.830 Wanderer, 2026 nahmen 4.150 Wanderfreunde teil.

Nach einem abschließenden Anstieg zum Bahnhof konnten wir pünktlich die Rückfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln antreten.

Fotos unserer Wanderung

Die 8., und damit für uns letzte Etappe auf dem Ökumenischen Pilgerweg

Am 14. März 2026 begaben sich 11 Wanderfreunde auf die 8. Etappe von Freyburg nach Naumburg und damit unsere letzte Wanderung auf dem Ökumenischen Pilgerweg.

Die Strecke verlief an den Weinhängen im Unstrut- und später im Saale-Tal entlang. Viel Bekanntes und auch Neues gab es zu entdecken. Besonders ist das Steinerne Album Naumburg im Blütengrund zu erwähnen. Das „Steinerne Album“ ist eines der ungewöhnlichsten Denkmäler auch für Wein und ihn umgebendes Handwerk. Auf einer Länge von150 m entstanden zwölf Szenen. Die Zeit hat den Reliefs aus Bundsandstein stark zugesetzt. 1995 begannen die ersten Sondierungsmaßnahmen, um den weiteren Verfall des Kulturerbes zu verhindern. Zur Finanzierung der Maßnahmen wurde eigens eine Stiftung gegründet.

Entlang der Wanderstrecke gab es noch mehr zu entdecken, so z. B. den Max-Klinger-Weinberg. Der Leipziger Grafiker, Maler und Bildhauer (1857 - 1920) erwarb 1903 einen Weinberg in Großjena und ließ sich nach dem Umbau des Wohnhauses dort nieder. Das Wohnhaus, heute Museum, das Radierhäuschen und die Grabstätte Klingers sind frei zugänglich, allerdings nur von April bis November.

Weiter auf dem Blütengrund bis zum Hotel / Gasthaus „Zur Henne“ verlief die Strecke auf der einen Seite der Saale und danach zurück auf der anderen Seite. Da sich das Wetter leider immer weiter verschlechterte - Regen setzte ein, Wind und Kälte kamen dazu - entschied sich die Gruppe nach kurzer Beratung für eine Verkürzung der Strecke.

Insgesamt kamen trotzdem noch einmal 12 km auf unserem gemeinsamen Pilgerweg dazu.

Der Naumburger Dom soll dennoch erwähnt werden, obwohl wir ihn nicht besichtigten: Der Dom ist eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler des europäischen Hochmittelalters, weltweit einzigartig sind seine Architektur, die Glasmalerei und die Bildhauerkunst. Das UNESCO-Welterbekomitee bestätigte den Dom im Juni 2018 als Weltkulturerbe.

 

Fazit der Wanderungen auf dem Ökumenischen Pilgerweg in Sachsen und Sachsen-Anhalt 

Insgesamt sind die Rosentaler Wanderfreunde - bei den Etappen waren im Durchschnitt jeweils 13 Teilnehmer dabei - eine Strecke von 139 km gewandert. Die gesamte geplante Strecke verlief von Strehla (b. Riesa) über Leipzig, Merseburg und Freyburg (Unstrut) bis nach Rossbach b. Naumburg. 

Ein wenig Statistik dazu: Die 103 Teilnehmer an den Etappen (selbstverständlich mit Mehrfachbeteiligungen) haben damit letztlich 1.753 Frau- bzw. Mann-Kilometer erwandert. Drei Wanderfreunde waren bei allen 8 Etappen dabei, die meisten Teilnehmer (7) aus der gesamten Gruppe waren bei 4 Etappen dabei.

Nicht leicht wurde es, immer vom Endpunkt einer Wanderungsetappe zu einem Haltepunkt eines ÖPNV-Verkehrsmittels zu kommen, um dann die Heimfahrt antreten zu können. Gleiches betrifft natürlich auch den Startpunkt der jeweils nächsten Etappe.

Auch wenn das Wetter sich nicht immer von der besten Seite zeigte, waren wir doch motiviert, das jeweils gesteckte Ziel zu erreichen. Allerdings stand die Gesundheitsvorsorge immer im Vordergrund. Die meisten Wanderungen der Etappen fanden ja in den Monaten über den Jahreswechsel statt und damit nicht bei den günstigsten Wettervoraussetzungen für ein ausdauerndes Wandern. Daher sind einige Etappen etwas kürzer ausgefallen, als es geplant gewesen ist.

Fotos unserer Wanderung