WG Rosental
Bei öffentlichen Wanderungen im vergangenen Jahr zeigte sich eine große Nachfrage von Interessenten, mit anderen Wanderfreunden gemeinsam unterwegs zu sein. Das Interesse wurde mit jeder Schnupperwanderung größer, so dass es sinnvoll und möglich wurde, eine neue Wandergruppe zu gründen. Am 9. Januar 2024 war es dann soweit: Die neue Wandergruppe „Rosental“ des ALWV mit 19 neuen und „alten“ Wanderfreunden wurde gegründet. Künftig werden wir uns monatlich zu mindestens einer Wandertour treffen. Die Touren werden Strecken von 16 - 18 km umfassen. Weiterhin gibt es einmal in zwei Monaten einen Gruppentreff, derzeit in der Gaststätte "Seilbahn" im gleichnamigen Kleingartenverein in der Max-Liebermann-Str. 91-93. Dort besprechen wir die aktuellen Vorhaben und sitzen dann noch gemütlich zusammen. Natürlich wird die Gruppe auch an den öffentlichen und Vereinswanderungen und an Höhepunkten der Verbände teilnehmen. Gruppenleiter und Ansprechpartner ist der Wanderfrd. Dieter Lommatzsch.
Unsere Wanderungen
Baumpflanzaktion am 15. April 2026
Unter dem Motto „Gemeinsam für einen gesunden Wald in Sachsen“ fand auch in diesem Jahr mit der Stiftung Wald in Sachsen unsere diesjährige Baumpflanzaktion statt.
Der Vereinsvorstand hatte angeregt, dass 1000 Bäume unter der Obhut der Stiftungsmitarbeiter gepflanzt werden sollen. Ausersehen und vorbereitet dafür war eine Fläche in Markranstädt, an der Schafwiese in der Nähe vom Westufer des Kulkwitzer Sees.
Unsere Wandergruppe war in mit 12 beteiligten Wanderfreunden die zweitstärkste Gruppe aus unserem Verein. Um die Aktion auch mit einer Wanderung zu verbinden, starteten wir am Bahnhof Großlehna zu dem geplanten Standort der Pflanzung. Dort begannen wir nach entsprechender Einweisung mit der doch ungewohnten Arbeit des Bäumepflanzens. Ungefähr 1,5 Std. später war der Großteil der Baumsetzlinge durch die insgesamt 47 Wanderfreunde unseres Vereins und einiger Gäste im Boden.
Zur Belohnung bekam jeder Beteiligte die Möglichkeit einen kleinen Imbiss in Form einer oder auch von zwei Bratwürsten zu sich zu nehmen. Nach der Pause ging es auf die letzte Etappe der Wanderung bis zur Tram nach Grünau-Lausen.
Damit endete ein zwar anstrengender, aber für die Natur und unsere Nachfahren nützlicher Wandertag für uns.
Die Bürgermeisterin von Markranstädt war beim Beginn der Pflanzaktion auch mit vor Ort und bedankte sich im Nachhinein noch einmal bei uns für die Baumpflanzaktion.
„Die Baumpflanzaktion am vergangenen Mittwoch war ein beeindruckendes Beispiel für interkommunales Engagement und nachhaltigen Naturschutz. Dass der Allgemeine Leipziger Wanderverein e.V. als Organisator hierbei über 47 Teilnehmer aus Leipzig, Delitzsch und Eilenburg mobilisieren konnte, um gemeinsam fast 1000 Stecklinge in den Boden zu bringen, ist eine großartige Leistung. Vielen Dank für Ihre Unterstützung für den Erhalt unseres schönen Pappelwaldes. Aktionen wie diese zeigen, wie wertvoll die Kooperation sind, um unsere Umwelt aktiv zu gestalten. Ich danke allen Beteiligten herzlich für ihren tatkräftigen Einsatz.
Mit freundlichen Grüßen
Nadine Stitterich
Bürgermeisterin
Stadt Markranstädt“
Fotos der Baumpflanzaktion
Gruppenwanderung im April 2026
Am 11. April 2026 nahmen wir an der 42. Döbelner Frühlingswanderung „Sachsen-Dreier“ in Döbeln/Waldheim teil. Für unsere Gruppenwanderung hatten wir uns für zwei verschieden lange Strecken entschieden. Eine ganz kleine Gruppe (bedingt durch kurzfristige Absagen) mit zwei Wanderfreunden für die 8 km (Sauergras Runde) und 11 Rosentaler mit einem Gast für insgesamt 18 km (Burg Kriebstein Runde) mit 400 Höhenmetern.
Bei herrlich sonnigem Wetter ging es nach der ersten Anstehschlange (für die Anmeldung) auf die Strecke. Wegen der hohen Zahl an beteiligten Wanderern gab es auf der Strecke an Engstellen mehrfach die Notwendigkeit des Anstehens für die Passage zum Weiterkommen.
Die Verpflegung war auf mehrere Stellen der unterschiedlich langen Strecken gut organisiert, aber auch hier wegen der großen Teilnehmerzahl mit Stress für die Ausführenden verbunden.
Am Ende der Wanderung erhielten noch alle Mitgewanderten eine hübsch gestaltete Teilnahmeurkunde.
In diesem Jahr wurde der bisherige Teilnehmerrekord für die gesamte Veranstaltung überboten: 2016 waren es 3.830 Wanderer, 2026 nahmen 4.150 Wanderfreunde teil.
Nach einem abschließenden Anstieg zum Bahnhof konnten wir pünktlich die Rückfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln antreten.
Fotos unserer Wanderung
Die 8., und damit für uns letzte Etappe auf dem Ökumenischen Pilgerweg
Am 14. März 2026 begaben sich 11 Wanderfreunde auf die 8. Etappe von Freyburg nach Naumburg und damit unsere letzte Wanderung auf dem Ökumenischen Pilgerweg.
Die Strecke verlief an den Weinhängen im Unstrut- und später im Saale-Tal entlang. Viel Bekanntes und auch Neues gab es zu entdecken. Besonders ist das Steinerne Album Naumburg im Blütengrund zu erwähnen. Das „Steinerne Album“ ist eines der ungewöhnlichsten Denkmäler auch für Wein und ihn umgebendes Handwerk. Auf einer Länge von150 m entstanden zwölf Szenen. Die Zeit hat den Reliefs aus Bundsandstein stark zugesetzt. 1995 begannen die ersten Sondierungsmaßnahmen, um den weiteren Verfall des Kulturerbes zu verhindern. Zur Finanzierung der Maßnahmen wurde eigens eine Stiftung gegründet.
Entlang der Wanderstrecke gab es noch mehr zu entdecken, so z. B. den Max-Klinger-Weinberg. Der Leipziger Grafiker, Maler und Bildhauer (1857 - 1920) erwarb 1903 einen Weinberg in Großjena und ließ sich nach dem Umbau des Wohnhauses dort nieder. Das Wohnhaus, heute Museum, das Radierhäuschen und die Grabstätte Klingers sind frei zugänglich, allerdings nur von April bis November.
Weiter auf dem Blütengrund bis zum Hotel / Gasthaus „Zur Henne“ verlief die Strecke auf der einen Seite der Saale und danach zurück auf der anderen Seite. Da sich das Wetter leider immer weiter verschlechterte - Regen setzte ein, Wind und Kälte kamen dazu - entschied sich die Gruppe nach kurzer Beratung für eine Verkürzung der Strecke.
Insgesamt kamen trotzdem noch einmal 12 km auf unserem gemeinsamen Pilgerweg dazu.
Der Naumburger Dom soll dennoch erwähnt werden, obwohl wir ihn nicht besichtigten: Der Dom ist eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler des europäischen Hochmittelalters, weltweit einzigartig sind seine Architektur, die Glasmalerei und die Bildhauerkunst. Das UNESCO-Welterbekomitee bestätigte den Dom im Juni 2018 als Weltkulturerbe.
Fazit der Wanderungen auf dem Ökumenischen Pilgerweg in Sachsen und Sachsen-Anhalt
Insgesamt sind die Rosentaler Wanderfreunde - bei den Etappen waren im Durchschnitt jeweils 13 Teilnehmer dabei - eine Strecke von 139 km gewandert. Die gesamte geplante Strecke verlief von Strehla (b. Riesa) über Leipzig, Merseburg und Freyburg (Unstrut) bis nach Rossbach b. Naumburg.
Ein wenig Statistik dazu: Die 103 Teilnehmer an den Etappen (selbstverständlich mit Mehrfachbeteiligungen) haben damit letztlich 1.753 Frau- bzw. Mann-Kilometer erwandert. Drei Wanderfreunde waren bei allen 8 Etappen dabei, die meisten Teilnehmer (7) aus der gesamten Gruppe waren bei 4 Etappen dabei.
Nicht leicht wurde es, immer vom Endpunkt einer Wanderungsetappe zu einem Haltepunkt eines ÖPNV-Verkehrsmittels zu kommen, um dann die Heimfahrt antreten zu können. Gleiches betrifft natürlich auch den Startpunkt der jeweils nächsten Etappe.
Auch wenn das Wetter sich nicht immer von der besten Seite zeigte, waren wir doch motiviert, das jeweils gesteckte Ziel zu erreichen. Allerdings stand die Gesundheitsvorsorge immer im Vordergrund. Die meisten Wanderungen der Etappen fanden ja in den Monaten über den Jahreswechsel statt und damit nicht bei den günstigsten Wettervoraussetzungen für ein ausdauerndes Wandern. Daher sind einige Etappen etwas kürzer ausgefallen, als es geplant gewesen ist.
Fotos unserer Wanderung
Die 7. Etappe auf dem Ökumenischen Pilgerweg
Auf unsere vorletzte Etappe der Pilgertour auf dem Ökumenischen Pilgerweg gingen wir am 24. Januar 2026.
Die Etappe verlief von Roßbach b. Braunsbedra nach Freyburg und umfasste ca. 16 km, bei gut 150 Hm. Zum Glück hatten wir während der Wanderung bei winterlichem Wetter Ostwind, der uns bei der Etappe ein wenig anschob und die äußeren niedrigen Temperaturen erträglicher machte.
In dem kleinen Ort Pettstädt haben wir in der „Herberge am Jakobsweg“ von einem freundlichen jungen Mann einen Stempel für unsere Startbücher bekommen. Eine kurze Rast, auch verbunden mit einem Besuch der Örtlichkeit, war an diesem Ort möglich.
Da die zu bewältigende Strecke nach Freyburg nicht sehr lang und wenig anspruchsvoll war, haben wir zum Abschluss in Freyburg eine Besichtigung mit Führung in der schönsten Burg Sachsen-Anhalts, dem Schloss Neuenburg, organisiert und unternommen. Die dabei vermittelten Informationen über das mittelalterliche Leben der Burgbesitzer waren umfangreich und interessant, allerdings waren die Burgräume und Kapellen aber auch mittelalterlich kalt, da fast vollständig unbeheizt. Im Januar nicht einfach zu ertragen.
Die Neuenburg wurde um 1090 gegründet zur Absicherung des ludowingischen Herrschaftsbereiches nach Osten. Zur älteren Kernburg in romanischer Bauweise wurden drei Vorburgen aus dem 12. und 13. Jhdt. als Ritterheer-Lager errichtet. Der einzige noch existierende Bergfried der dritten Vorburg ist der sogenannte „Dicke Wilhelm“.
Im Anschluss an die Besichtigung hatten wir noch den Abstieg in die Stadt zum Bahnhof vor uns. Nach einer kleinen Irrung – der geplante Weg war nicht begehbar – stiegen wir über gefühlt hunderte Stufen der Treppen zur Unstrutbrücke hinunter und erreichten gerade noch so den schon einfahrenden Zug nach Naumburg und dann in Richtung Leipzig.
Fotos unserer Wanderung
Jahresauftakt 2026
Am 10. Januar 2026 hatten wir geplant, dass sich unsere Wandergruppe in Leipzig auf die Notenspur begibt. Doch das Wetter hatte sich sehr winterlich mit viel Schnee und glatten Straßen eingestellt, so dass wir den Rundgang aus Sicherheitsgründen leider absagen mussten. Zum Jahresauftakt war weiter geplant, uns am Nachmittag in „Zill´s Tunnel“ zu treffen. Das Ankommen dort ging glücklicherweise ohne Unfälle oder Blessuren vonstatten. In gemütlicher Runde gab es dann einen kurzen Rückblick auf 2025 und einige neue Aktivitäten und Termine für das neue Jahr wurden bekannt gegeben.
Der Verein Leipziger Wanderer e.V. lud am 17. Januar 2026 zum 40. Jubiläum der Leipziger Wintertour ein. Unsere Wandergruppe hatte sich in diesem Jahr für zwei unterschiedlich lange Strecken entschieden, auch bedingt durch die winterlichen Verhältnisse auf den Wanderwegen. Eine Gruppe startet an der Gaststätte „Neuer Weg“ auf die 14 km Strecke und die andere Gruppe traf sich zur geführten 9 km langen geführten Wanderstrecke. Zum Teil waren die Wege glatt und rutschig, aber trotz einiger Schneekontakte blieben alle unverletzt. Verpflegung gab es an der Auwaldstation und am Ziel des heutigen Tages wieder an der Gaststätte „Neuer Weg“.
Alles in allem war das ein sehr gelungener Start ins Wanderjahr 2026.
Fotos unserer Wanderung
Abschluss-Wanderungen des Jahres 2025
An einer zusätzlichen spontanen vorweihnachtlichen Wanderung am 29. November 2025 von Delitzsch nach Bad Düben ins Museumsdorf zum „Adventsglühen“ nahmen auch einige Rosentaler Wanderfreunde teil. Die Obermühle war schon sehr weihnachtlich geschmückt. Viele typische weihnachtliche Düfte begrüßten uns gleich am Anfang. Interessante Händler boten ihre Produkte an, wie Gebrauchskeramik, frisch gebackenes Brot aus dem Holzofen, auch Kaffee und Kuchen und einige andere Leckereien. Im Schein der weihnachtlichen Beleuchtung gab es Gegrilltes, Stollen und Glühwein, den erwärmt vom Schmiedefeuer. Eine gute Einstimmung auf die Jahresabschlusswanderung in der darauffolgenden Woche.
Am 06. Dezember 2025, dem Nikolaustag, trafen sich zur letzten gemeinsamen Vereinswanderung im Jahr 2025 über 80 Wanderfreunde. Vom Bahnhof in Rackwitz führte die Tour zum und am Schladitzer See entlang nach Wolteritz, dann vorbei am Werbeliner See bis zum Ziel des heutigen Tages, dem beschaulichen Weihnachtsmarkt auf dem Delitzscher Markt. Natürlich gab es auch zwei Gelegenheiten dem inoffiziellen Namen der Wanderung – Glühweintour – zu entsprechen, das heißt, Glühwein unterwegs zu trinken, alles vorbereitet und organisiert extra für diese Wanderung.
Ein sehr gelungener Abschluss des Wanderjahres 2025, Dank an die Organisatoren der Wandergruppe „Wasserfall“.